So nimmst Du Deinen Mitarbeitern die Angst vor Transparenz und Messbarkeit

By Martin König 3 years ago

Lieber Leser,
bei meinem Tagesseminar „Führen zur Spitzenleistung“ geht es immer interaktiv und intensiv zu. Als wir auf das Thema „Mitarbeiter-Aufgaben“ zu sprechen kamen, hob ein Teilnehmer die Hand. Er berichtete uns von den Anfangsmonaten bei seinem früheren Arbeitgeber, ein Konzern: „Ich hatte mehrere Chefs, die für mich zuständig waren, doch nur einer hat sich mit mir zusammen hingesetzt und mich gefragt, was überhaupt genau meine Aufgaben, Wünsche und Ziele sind. Er fragte mich, mit welchen Aufgaben ich mich wohlfühle, was ich den ganzen Tag mache, und hörte mir zu. Zuerst hatte ich Angst vor Kontrolle und negativen Konsequenzen, doch das Gegenteil trat ein: Die klaren Aufgaben sorgten für Vertrauen, Transparenz, Klarheit und bessere Qualität. Als Mitarbeiter ging es mir dadurch nicht – wie befürchtet – schlechter, sondern viel besser!“

Wenn Du als Führungskraft ein Team neu übernimmst, solltest Du deshalb sofort eine Kultur der Offenheit einführen. Fordere die Stellen-, Tätigkeits- und Aufgabenprofile Deiner Mitarbeiter gleich am Anfang ein. Siehe dazu die beiden vorherigen Blogs Wirst Du Deine Vorgaben 2018 erfüllen, was machen Deine Mitarbeiter? und 4 Erfolgstipps, mit Aufgaben-Formulierungen motivieren. Mache deutlich, dass es nicht um Kontrolle, sondern um Transparenz, gegenseitiges Vertrauen und Kennenlernen geht. Du kannst Mitarbeiter nur dann fördern und weiterentwickeln, wenn Du weisst, was sie kennen, können und gerne tun. Das ist der beste Start für die Zusammenarbeit mit einem neuen Team.

Wenn Du Dein Team bereits seit vielen Jahren kennst, vermeidest Du Skepsis, indem Du selbst den Lead übernimmst. Zeige Deinen Mitarbeitern zum Beispiel Deine persönliche Aufgabenbeschreibung, die du innerhalb der letzten zwei Wochen im Rahmen dieser Coaching-Briefe erarbeitet hast. Dadurch beweist Du, dass Du Vorbild bist und nicht Dinge verlangst, die Du selbst nicht erbringst. Das schafft Vertrauen und Klarheit, auf die sich jeder verlassen kann.

Lege dabei unbedingt Wert auf die richtige Formulierung und die Aussagekraft der Aufgabenbeschreibung. Weil die Wortwahl so wichtig ist, hier noch mal ein Positivbeispiel:

  • Ich sorge dafür, dass am ersten Arbeitstag des Monats die Tätigkeitsberichte für alle Projekte im System korrekt und vollständig hinterlegt sind.
  • Ich stelle sicher, dass am letzten Arbeitstag des Monats alle Projekt-Rapporte gemäss den Regeln des Projekttyps (Aufwand oder Fixpreis) überprüft sind.

Lege verbindliche Prioritäten fest

Wir alle wissen, wie schnell uns das Tagesgeschäft überrollt. Häufig ist es nicht möglich, alle Aufgaben zeitgerecht abzuwickeln. Wenn Du jedoch festgelegt hast, welche Aufgaben sehr wichtig und welche weniger wichtig sind, fällt es Deinen Mitarbeitern leicht, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Sie können zuerst die sehr wichtigen Aufgaben erledigen, und Du kannst das Resultat Deines Teams Deinem Chef gegenüber problemlos verantworten. Aufgaben-Priorisierung aus der Sicht der Firma entscheidet über unternehmerischen Erfolg oder Misserfolg und in Krisenzeiten übers Überleben oder Pleitegehen!

Mach Dir bewusst: Knallharte Messbarkeit, verbindliche Zeitpunkte und in Zahlen definierte Resultate können unnötige Angst schüren. Nimm diese Ängste ernst und leite deine Mitarbeiter auf dem unbequemen Weg zur Transparenz. Mache jedoch keine Kompromisse bei der Verbindlichkeit in Form von Zahlen, Daten und Fakten. Darauf musst Du bestehen, um ein wirksames Führungswerkzeug in der Hand zu haben.

Mein Extra-Tipp: Wenn die Teamkultur offen ist, kannst Du die Aufgaben-Priorisierung von Deinen Mitarbeitern vornehmen lassen und die Einschätzungen direkt mit ihnen gemeinsam prüfen und besprechen. So bindest Du Deine Mitarbeiter in die unternehmerische Mitverantwortung ein. Du förderst eine Kultur der Wertschätzung und der Selbstbestimmung im Rahmen der wirtschaftlichen Ziele, die Du vorgibst.

DEIN KÖNIGSWEG: Mehr priorisieren – weniger diskutieren

Diskussionen sind überflüssig, wenn die Mitarbeiter wissen, was wann zu tun ist. Nutze die kommende Woche, um Deine und die Aufgaben Deiner Mitarbeiter im Sinne des Unternehmens zu priorisieren. Ich habe für Dich die Checkliste vom letzten Blog zu einem Arbeitsbuch ausgebaut. Nutze dieses Workbook «Dein mächtiges Führungsinstrument – Aufgaben motivierend formuliert» um die Aufgaben von Dir und Deinen Mitarbeiter zu priorisieren.

Für Dich zur Übersicht …
Schritt 1: Erstelle oder überarbeite Deine Aufgaben (Das haben wir vorletzte Woche erledigt).
Schritt 2: Nutze Deine Aufgaben mit diesen Kniffen zur motivierenden Selbstführung (Das haben wir letzte Woche erledigt).

Dein To-do für diese Woche:
Schritt 3: Nutze die Transparenz zur Priorisierung, um jederzeit ein schnelles und wirksames Entscheidungswerkzeug für Dich parat zu haben.
Schritt 4: Übertrage dieses Entscheidungswerkzeug auf Deine Mitarbeiter, so dass auch sie ihre Aufgaben prioritätenorientiert, leicht und automatisch erfüllen können.

Bist Du erfolgshungrig? Hast Du Lust auf mehr? Dann sichere Dir am besten noch heute Deinen Platz in meinem Tagesseminar „Führen zur Spitzenleistung“. Hier arbeiten wir persönlich miteinander, und ich gebe mein ganzes Wissen geballt an Dich weiter.

Trainiere Deinen Entscheidungs-Muskel

Wusstest Du, dass der ausgeprägte Entscheidungswille ebenfalls eine wichtige Führungskompetenz ist? Entscheidungswille ist ein Muskel, den Du trainieren kannst und als Führungskraft unbedingt trainieren solltest. Achte einmal darauf: Mitläufer drücken sich vor Entscheidungen und lassen die Dinge liegen, bis jemand anderes dafür die Verantwortung übernimmt oder alles zu spät ist. Macher entscheiden. Macher machen. Genau deshalb belohne ich heute Deinen Entscheidungswillen: Melde Dich in den kommenden sieben Tagen für mein Tagesseminar „Führen zur Spitzenleistung“ an und erhalte zusätzlich ein einstündiges Skype-Coaching mit mir zu einem Führungsthema Deiner Wahl.

Was meinst Du: Sehen wir uns? Trainiere Deinen Entscheidungs-Muskel und treffe Deine Wahl – am besten noch heute, am besten jetzt gleich.

Viele Grüsse

Dein Martin König

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Category:
  Führung